Innere Unruhe, Grübeln, Schlaflosigkeit? Stärken Sie Ihre Milz-Energie!

Grübeln, Sorgen, Gedanken kreisen …

Der Meridian der Milz in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) steht für innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Oft konzentrieren wir uns auf die Nahrung, obwohl die Heilung eigentlich in der Befriedigung eines ganz anderen Grundbedürfnisses liegt, im Stillen unseres Verlangens nach menschlicher Nähe.

Die Rolle der Milz für unser Wohlbefinden

Aus Sicht der TCM nimmt das Erdorgan Milz einen zentralen Platz für unser Wohlbefinden ein. Sie ist ein Organ der Ernährung und Umwandlung; für Blut, Gewebe und Muskulatur. Sie gilt in der TCM aber auch als Sitz des Denkens auf mentaler Ebene. Hier spielt es sich ähnlich ab wie bei der Verdauung: Die sogenannte Geistesnahrung  wird aufgenommen und weiterverarbeitet. Jeder kennt die sprachlichen Bilder, “dass man bestimmte Informationen nicht verdauen kann”, wir “verschlingen jemandes Worte”, es “schlägt etwas auf den Magen” (Sorgen, Stress, …) oder wir finden einen Gedanken “zum Kotzen”.

Eine starke Milz-Energie legt den Grundstein für ein gesundes Gefühlsleben und eine gesunde Verdauung.

Sorgen, Grübeln, kalte Ernährung und Gefühlskälte schädigen nach Ansicht der chinesischen Medizin unser Erdorgan und Energie kann ins Stocken geraten. So kann die Milz mit Nahrung und Zuwendung in Zusammenhang gebracht werden.

Tipps: So stärken Sie Ihre Milz-Energie

Wir können die Milz alltäglich mit ganz einfachen Dingen stärken. Einfach indem man jemanden in den Arm nimmt (und sei es ein Tier), wir unseren Körper regelmäßig bewegen, es uns zu Hause gemütlich machen und ein behagliches Ambiente schaffen, regelmäßig Rituale ausführen (wie die Morgenzeitung oder die Gute-Nacht-Geschichte lesen), welche Geborgenheit schaffen, etwas was uns gut tut, uns regelmäßig strecken und dehnen und für ganz Wagemutige: sich auf dem Erdboden zu wälzen (das stärkt das Erd-Organ Milz auf besondere Art und Weise). Einfach uns generell für uns selbst und für unsere Bedürfnisse Zeit nehmen.

In der Ernährung sollten wir darauf achten, am Morgen mit einem warmen Essen zu beginnen um die Verdauung in Gang zu bringen. Ein kalter Joghurt oder Rohobst löschen unsere Verdauungsfeuer aus, sodass Giftstoffe schlecht verbrannt werden. Es bildet sich Nässe und der Milz ist es zu kalt und zu feucht. So ist es wichtig, darauf zu achten, möglichst immer warm zu essen. Ein Getreidebrei am Morgen mit etwas Obst erwärmt und wärmenden Gewürzen wie Zimt und Galgant, gegartes Gemüse, Suppen und Eintöpfe, Pürees aus Erdfrüchten oder einfach das Essen so lange kauen bis es nicht mehr kalt ist. Kuhmilchprodukte und Rohkost schädigen die innere Mitte und somit die innere Ruhe und lassen uns unruhig  und hibbelig werden. Kaltes Bier und Eiscreme ist ein Paradebeispiel für die Schädigung des Milzmeridians.

Ist es der Milz zu kalt, zieht sie sich bildlich gesehen in den Kopf und fängt dort an zu grübeln. Gedankenschleifen entstehen, was auch zu Schlaflosigkeit führen kann.

In der Therapie hat man viele Möglichkeiten, den Milz-Meridian zu stärken. Desweiteren sind laut TCM das “Herz-Feuer” und das “Nieren-Yin” mitverantwortlich für Einschlafstörungen. Die Akupunktur harmonisiert die Meridiane, leitet Nässe aus (Nässe führt auch zu Übergewicht); kühlt pathogene Hitze und nährt langfristig wieder die Nieren-Essenz (“Nieren-Yin” und “Jing”). In einem ganzheitlichen Konzept wird auch das Gedankenkreisen weniger und man kann wieder mehr innere Ruhe finden. Hier ist auch die Hypnosetherapie ein Mittel der ersten Wahl.